Schnee auf der Straße ist immer ein Gefahrenpotential für den Autofahrer. Und die unterschiedlichen Schneearten beeinflussen auch die Reibung zwischen Schnee und Straße. Als Faustregel gilt – je kälter der Schnee desto griffiger. Schnee und Schneematsch rund um den Gefrierpunkt bildet einen Wasserfilm zwischen Reifen und Unterlage der die Reibung stark reduziert und so das Auto leicht ins Rutschen kommt. Bei tiefen Temperaturen verzahnen die Schneekristalle und geben so wieder mehr Halt. Z.B. fahren in Sibirien (Irkutsk) die Einwohner mit Sommerreifen im Winter. Die Durchschnittstemperatur beträgt dort allerdings auch – 30 Grad und die Spitzenwerte bis zu – 50 Grad.
Bei viel Neuschnee und Salzstreuung ist auch Vorsicht geboten. Das Streusalz entzieht nur einem Teil der Schneekristalle die Feuchtigkeit, als Folge entsteht eine schmierige Schicht die wiederum die Reibung der Reifen stark vermindert.
Ein weiterer furchteinflößender Untergrund auf der Straße nennt sich “Black Ice” – das schwarze Eis. Dabei handelt es sich um eine schneefreie Straße mit einem gefrorenen Wasserfilm auf der Oberfläche. Extrem rutschig und fast nicht zu erkennen. Erfahrene Autofahrer können “Black Ice” erahnen. Straßen die gerne auch im Sommer nass sind und wenig Sonnenstrahlen abbekommen (durch Schatten von Bäumen, Gebäuden oder Bergen).
Winterreifen besitzen im Profil Lamellen, die wie Widerhaken funktionieren. Die Lamellen werden durch den Anpressdruck geöffnet und bilden dadurch eine Kante die sich in den Schnee gräbt und abstößt und so mehr Halt verleiht. Bei viel Neuschnee (meist zwischen -1° und -5° und ca. ab 30cm) füllen sich die Lamellen und können Ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Das Ergebnis ist auch hier ein sehr rutschiger Untergrund.











